Ist ein BWL-Studium das Richtige für mich?

Eine Frage die sich viele Schüler stellen. Auch Viele, die bereits eine Ausbildung abgeschlossen haben und ihr Abitur nachholen denken darüber nach BWL zu studieren.

Um dir zu helfen diese Frage zu beantworten habe ich einige Punkte für dich zusammengefasst, um dir die Entscheidung zu erleichtern:

  1. Was lernt man im BWL Studium?
  2. Was sind beruflichen Möglichkeiten die ich danach habe?
  3. Welche Persönlichkeitsmerkmale und Interessen muss ich mitbringen?
  4. Ich bin nicht gut in Mathe, schaffe ich das trotzdem?
  5. Soll ich an einer FH oder an einer Universität studieren? Was ist der Unterschied?
  6. Wie finde ich die richtige Hochschule?

In diesem Artikel habe ich die Erste der drei Fragen ausführlich behandelt. Die anderen Fragen werde ich in anderen Artikeln im Detail beantworten und verlinken, sobald sie online sind. Kommen wir nun aber zuerst zu der ersten Frage:

Was lernt man im BWL Studium?

Das BWL Bachelor Studium besteht, wie auch in vielen anderen Studienrichtungen, aus vier Teilbereichen:

  1. Grundstudium
  2. Vertiefungsmodule
  3. Schwerpunkte
  4. Wahlfächer
  5. Eventuell Praxissemester

Im Grundstudium lernst du, wie der Name bereits ankündigt, die Grundlagen für dein späteres Studium. Die Fächer, die du im ersten Teil deines Studiums belegst führen dich in die Thematik der Betriebswirtschaftslehre ein. Viele dieser Fächer sind eher oberflächlich gestaltet um dir ein gewisses Grundwissen zu vermitteln. Darunter fällt im Normalfalls:

  • Mathematik
  • Kosten- und Leistungsrechnung
  • Buchhaltung
  • Steuern
  • Recht
  • Mikroökonomie
  • Personalwirtschaft
  • Statistik
  • Wirtschaftsinformatik

Welche Fächer du genau haben wirst hängt IMMER von der Hochschule ab, an der du studierst. Es gibt keine einheitliche Vorgabe welche Fächer im Grundstudium behandelt werden.

Wenn du einen Großteil der Fächer aus dem Grundstudium erfolgreich abgelegt hast, startest du mit dem nächsten Block. Die Vertiefungsmodule bauen, wie der Name bereits ankündigt, auf den Grundmodulen auf. Dazu gehört dann zum Beispiel:

  • Finanzwirtschaft
  • Controlling
  • Arbeitsrecht
  • Internationales Management
  • Unternehmensführung
  • Makroökonomie
  • Personalmanagement
  • Marketing
  • Logistik
  • Höhere Formen der Statistik und Mathematik

Wie beim Grundstudium auch hängt die genaue Zusammensetzung der Fächer von der Universität ab, an der du studierst.

Lass dich nicht von den Bezeichnungen der Fächer abschrecken. Es klingt am Anfang meistens schlimmer, als es ist. Ein gutes Dozent kann ein Fach wie Steuern sehr viel spannender gestalten, als du es dir vorstellen kannst.

Nachdem du den Großteil dieser Fächer abgelegt hast kannst du deine(n) Schwerpunkt(e) wählen. Wie viele Schwerpunkte man wählt und wie viele Fächer jeweils dazu gehören ist wieder von der Universität abhängig.

Schwerpunkte können beispielsweise sein:

  • Marketing
  • Personalmanagement
  • Außenwirtschaft
  • Finanzen
  • Controlling
  • Rechnungswesen
  • Unternehmensbesteuerung
  • Organisation und Wirtschaftsinformation
  • Informatik
  • Wirtschaftsrecht
  • Logistik und Supply Chain Management
  • Gesundheitsökonomie

Desweiteren beinhaltet der BWL Bachelor meistens einen Wahlbereich in dem es dir freigestellt ist Fächer zu wählen, die dich zusätzlich interessieren. An manchen Universitäten kann man sogar Fächer aus anderen Studiengängen wählen, wie beispielsweise Psychologie oder Pädagogik.

Jetzt hast du einen Überblick über alle Bereiche die dir in einem BWL Studium begegnen können. Manche Universitäten bieten zusätzlich noch ausgefallenere Schwerpunkte an. Wenn du dich für einen speziellen Bereich wie beispielsweise Gesundheitsökonomie interessierst, solltest du dich vorher genau darüber informieren, an welcher Hochschule du diesen Schwerpunkt wählen kannst.

Diese Fächerliste mag dir sehr umfangreich und breit gefächert erscheinen. Genau das ist der Vorteil eines BWL Studiums. Man wird in allen Bereichen eines Unternehmens geschult und erhält Einblicke in jeden Bereich, um später das Große Ganze zu sehen und beurteilen zu können. Mit einem BWL Studium wirst du immer über den Schreibtisch deiner Abteilung hinaus schauen können und die Gesamtzusammenhänge in deinem Betrieb verstehen können. Dennoch wartet eine nicht unerhebliche Menge an relativ trockenen Inhalten auf dich, die gelernt werden wollen. Ob ein BWL Studium langweilig ist oder nicht hängt zum Großteil von den Dozenten ab, die die Vorlesungen halten.

Ich hoffe ich konnte dir einen Überblick über die im BWL Bachelor erlernten Inhalte geben und dich einen Schritt weiter an deine Entscheidung heranführen.

Wenn dich weitere Punkte interessieren stelle deine Frage gerne in den Kommentaren.

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